Die Ölmühle Zanaboni wurde 1966 durch den Großvater Ferruccio und des-sen Sohn Franco gegründet. Francesco, nunmehr die dritte Generation, wurde in den landwirtschaftlichen Betrieb des Vaters hineingeboren.

Seit 1993 existiert die Neue Ölmühle Zanaboni mit komplett neuem Maschi-nenpark und in modernisierten Räumlichkeiten.

Lassen Sie sich den Produktionsvorgang für das Olivenöl kurz erläutern, der die Errungenschaft moderner Technik mit
jahrhundertealten Traditionen der Ölproduktion verbindet:

Nach der Ernte werden die Oliven in großen Behältnissen gelagert. Von dort gelangen Sie über einen Trichter auf ein Förderband.

Zunächst werden die noch vorhandenen Blätter maschinell entfernt. Die Blätter würden sonst dem Öl einen zu bitteren und scharfen Geschmack verleihen.

Danach werden die Oliven gewaschen und gelangen schließlich über einen zweiten Trichter in eine spiralförmige Transportschnecke zu einem Mahl-werk, wo sie zu Brei zerquetscht werden.

Nun geht es zu den Mühlsteinen aus sardischem Granit. Wir haben uns bewußt dafür entschieden, die traditionelle Methode mit den Mühlsteinen fortzusetzen, obwohl das in der neuen Anlage nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Wir meinen aber, daß wir nur damit die hohe Qualität des Endprodukts erreichen.

Nach dem Mahlvorgang wird der Brei für die Pressen vorbereitet. Dazu wird er in Rüttler gefüllt, in denen er dauernd bewegt wird, so daß sich alle Öl-partikel von den festen Bestandteilen lösen können.

Eine Pumpe befördert danach den Brei in eine Abscheidevorrichtung, einen Zylinder, der mit 3.600 Umdrehungen pro Minute die Bestandteile Wasser, Öl und Feststoffe voneinander trennt.

Die beiden flüssigen Bestandteile fließen in Kanäle: das Wasser wird in Wannen geleitet. Dort wird zunächst der PH-Wert be-stimmt, dann wird es zur Düngung und Bewässerung verwendet. Das Öl hingegen, das jetzt bereits zu 90% rein ist, wird in einer Zentrifuge, die mit 12.000 Umdrehungen / Min. arbeitet, von den letzten Fremdstoffen befreit..

Nun ist das Öl fertig für den Eßtisch: Olio extravergine di prima spremitura non filtrato, (erste Pressung, ungefiltert).
Der Säuregehalt ist minimal. Er erreicht kaum je 0,50.

Das Öl wird in nicht oxidierenden Stahlfässern gelagert, fest verschlossen, um jeden Kontakt mit der Luft und damit Qualitätseinbußen zu vermeiden. Die Lagertemperatur muß konstant bei 5°C gehalten werden.
Andernfalls würden die gesundheitsfördernden Bestandteile auf den Boden ausflocken. Selbst wenn dann die Temperatur wieder ansteigt, es wäre nicht mehr das-selbe Öl!